| aktualisiert
am
28.12.2006
|
|
|
Onkel
Harald erzählt.....
Pfingsten
3 Tage nach Norwegen |
|
so, liebe Kinder, jetzt setzt euch mal schön zu mir hin
und macht die gameboys aus! onkel harald erzählt euch jetzt
mal, wie das früher war, als die motorräder weder ABS
noch Klimaanlage hatten und die männer dafür echte kerle
waren.....
"Tja,
so kurzfristig ging wohl noch nie eine Auslandstour los. Gerade
mal am Donnerstag vor Pfingsten kam uns (Uwe u. Harald) die Idee,
über Pfingsten nach Norwegen zu fahren, so mal einen Tag ausspannen.
Denn noch kurz bei Color-Line
wegen der Fähre angefragt und als da noch Plätze frei
waren, stand der Entschluß fest : Samstag geht`s nach Norge.
Schnell die sieben Sachen gepackt und ab dafür.
|
|
|
Am
Samstag sind wir dann sehr früh losgefahren, um rechtzeitig
Mittags in Hirtshals an der Schnellfähre „Silvia Ana“
anzukommen. Uwe mit seiner GPZ 900 hatte allerdings ziemliche Bedenken
wegen seines Kettensatzes, der war sozusagen am Ende. Aber kurzfristig
ist eben kurzfristig und es blieb vorher keine Zeit, einen neuen
zu montieren. "Der muß jetzt noch halten!" - und
so sind wir mit 90 - 100 km/h durch Dänemark geschraddelt.
Die Fähre haben wir aber doch noch geschafft .... ;-)
Als wir dann am Abend in Kristiansand ankamen, fuhren wir erstmal
Richtung Evje zu einem 40 km nördlich von Kristiansand gelegenen
Campingplatz (Kilefjord Camping) und mieteten uns dort erstmal eine
Hytte für zwei Nächte. Den Campingplatz kannte ich schon
von diversen vorangegangenen Norge-Touren und kann diesen auch wärmstens
an Tourer weiterempfehlen die mit einer Spätfähre ankommen.
Die Hyttenschlüssel hängen nach Schließung der Rezeption
an einem Brett mit Hyttenlageplan, man kann sich Abends/Nachts einfach
selber in der Hytte einquartieren und am nächsten Morgen bezahlen.
So ist Norwegen !
|
| |
 |
Blick über den Lysefjord vom Prekestolen aus ... |
| |
| |
|
Am Pfingstsonntag ging es Richtung Evje über Byglandfjord Richtung
Norden , bis 10 km vor Valle links ein Schild „Sirdal“
kam. Dort sind wir dann eingebogen und hatten nach ca. 65 km den
Lysefjord erreicht.
Ein Wahnsinn, diese grandiose Fjordlandschaft! Man kommt über
das Fjell oben am Lysefjord an und kann dort erstmal im Ørneblik
gemütlich bei einem Blick über den Fjord Kaffe trinken
und Waffeln essen. "Det var hyggelig!"
Anschließend ging es dann über die mit 36 Spitzkehren
garnierte Traumstraße runter zum Fjord, zum Ort Lysebotn.
Für die, die sich auskennen : Der bisher unbeleuchtete Tunnel
mit der Spitzkehre und Schotteruntergrund ist jetzt leider beleuchtet
und asphaltiert :-(
Im Ort Lysebotn angekommen, entscheidet man sich entweder, mit der
Fähre durch den Fjord oder die selbe Strecke wieder mit dem
Motorrad zurück zu fahren. Da wir aber nur einen Tag Zeit hatten
ging es für uns die Serpentinen wieder hoch und anschließend
in Richtung Tonstad. Von Tonstad fuhren wir dann über Eiken
(Rv.42) wieder zurück nach Evje und Kilefjord. Ein klasse Tag
- und das Wetter? Naja, wie soll ich es anders sagen, es war wie
fast immer in Norwegen : TOP. Den ganzen Tag Sonne und Temperaturen
um 20 Grad.
Zwischen Eiken und Evje hatte ich dann noch Uwe aus den Augen verloren.
Und das ging so :
Ich fuhr mit meiner GS vor und hatte Uwe die ganze Zeit im Rückspiegel
gesehen. Nach einer Ortsdurchfahrt war Uwe dann mit einem mal weg.
Ich fuhr erstmal an den Straßenrand und habe gewartet, Uwe
macht bestimmt nur ein Foto.
Nach 2-3 Minuten warten bin ich dann umgedreht und fuhr noch über
den Ort hinaus zurück, ohne erfolg.
Er war verschwunden ! Als ich denn nochmal dreimal hin und her gefahren
war fragte ich noch eine Norwegerin die gerade am Straßenrand
mit einem Rasenmäher umherfuhr. Sie hatte allerdings keinen
Motorradfahrer bemerkt .
Nagut, also zurück nach Kilefjord. Dort hatten wir uns dann
wiedergetroffen und es stellte sich heraus das Uwe nur kurz in eine
Seitenstraße eingebogen war um dort ein Foto zu machen. Als
ich durch den Ort zurückfuhr , war er in dieser Zeit aus der
Seitenstraße gebogen und wollte mich dann in der ursprünglichen
Richtung wieder einholen, da er dachte , dass ich irgendwo wohl
warten würde.
Und denn hatte Uwe auf dem Rückweg zur Hytte noch einen Elch
gesehen ! Unglaublich, 10 Jahre nicht in Norwegen gewesen und denn
auf einer 1-Tages –Norwegen-Tour gleich einen vor die Nase
zu bekommen. Andere fahren schon seit Jahren nach Norwegen und haben
noch nie einen Elch gesehen.
Am Pfingstmontag hieß es dann früh aufstehen, denn um
8 Uhr ging die Fähre wieder zurück nach Hirtshals. Denn
durch Dänemark im Schneckentempo (Kettensatz) wieder Richtung
Süden und Abends dann zurück in der Heimat.
Ja, wie sagt man doch so schön : „In der Kürze liegt
die Würze“ und das traf auf diese Tour zu. Der eine Tag
in Norwegen hat volle Kanne für die strapaziöse Anreise
entschädigt, und ich glaube, nächstes Jahr Pfingsten könnte
man ja wieder mal....... |
oder
vielleicht lieber innen süden...?! (Anm. L.B.) |
| |
|
| |
|